Während ich diese Zeilen tippe, liege ich im Bett und es ist erst Mittwoch, oder besser gesagt Donnerstag in der Früh. Im Normalfall schreibe ich meinen Wochenrückblick ausschließlich entweder Freitag Abend oder Samstag in der Früh. Warum Ich Euch das erzähle? Weil ich mir einfach mal Urlaub genommen habe. Wie In Zeiten von Corona Urlaub nehmen? Und wohin möchtest Du reisen? Es herrschen doch überall Reisebeschränkungen. Du kommst doch jetzt nicht irgendwo hinfliegen. Beachte die Quarantäne. Das weiß ich doch. Ich habe Urlaub genommen, doch heißt es gleich ich werde verreisen?




Nein. Urlaub für die Seele.

Zu Anfang der Woche erklärte sich mein Mann den Außendienst anzutreten, das bedeutet, von Mittwoch bis Sonntag war er unterwegs und ich in unserem schönen Zuhause. Ganze 4 Tage. Ich glaube solange waren wir seit Corona gar nicht mehr getrennt. Mit Ausnahme dem Griechenland Urlaub. Er soll das gerne machen, da ich wirklich nichts dagegen hatte, die Wohnung für mich zu haben, und eine gute Freundin aus Düsseldorf einzuladen, die ich seit dem Lockdown letztes Jahr im März nicht mehr gesehen habe. Denn das letzte Mal als ich etwas unternahm, welches nicht meinen Mann oder meiner Tochter einschloss lag schon viel zu sehr in der Vergangenheit. Ich freute mich mit Ihr auf einen Sex and The City Marathon, Gelächter, und leckeren Drinks und Sushi bei uns um die Ecke und noch mehr Lacheinheiten. Sie würde garantiert zusagen und sich super freuen. Ich aß mit meinem Mann noch zum Abendessen und verabschiedete ihn vor der Haustür. Statt dann wie geplant die Freundin aus Düsseldorf anzurufen, mit Ihr Champagner zu trinken, Kaviar zu kaufen, uns mit Trüffelpralinen zu verwöhnen wie auch uns in edler Seiden Bettwäsche unseren Körper zu schützen, den Masseur des Vertrauens ins Haus zu holen und wo die gute Freundin plötzlich aus ihrer Handtasche, Happy Pills rauskramte, uns analysierten und zu neuen Schlussfolgerungen kamen und wir Alles um uns vergessen und kein Zeit Gefühl mehr hatten, tat ich stattdessen was ganz Anderes.






Ich tat nichts.

Und das wortwörtlich. Wobei, doch ich tat so Einiges. Ich hinterließ meinem Team die Nachricht, dass ich mir spontan die nächste Tage Urlaub nehme. Jede die auch auf entspannte Tage aus war, sollte es mir gleichtun. Denn das Projekt läuft auch nicht weg. Als ich die Nachricht abschickte tat ich genau das, was der nächste sinnvolle Schritt war. Ich schaltete das Handy auf Flugmodus legte es fernab von meinem Sichtfeld und ließ mich ins Bett fallen. Ich merkte wie die Anspannungen, die Zerrungen die so ekelig auf meinen Nerv drückten, sich auch anfingen zu entspannen. Ich war für die nächsten Tage also wirklich für niemanden erreichbar. Weder Instagram Benachrichtungen, noch andere Bankrichtungen durch WhatsApp, Telefonanrufe kamen durch. Es war...still. Und jede die mich gut kennt, weiß wie gnadenlos ich sein kann, wenn es darum geht einfach das Handy wegzulegen. Meine Tochter brauchte einen Rat? Mein Mann wollte nach der Reise, abends nochmal mit mir sprechen und den Tag Revue passieren, die Freundin aus Düsseldorf die als Psychiaterin arbeitete. Keiner konnte mich erreichen. Und ich ließ mich auch nicht erreichen. Mein näheres Umfeld weiß ganz genau, was es bedeutet, wenn ich sage ich bin dann mal off. Da kenne ich wirklich kein Pardon. Und wer mich erreichen möchte, die muss schon die Tür eintreten. Denn Tür aufmachen, wenn es klingelt? Nein. Nicht mit mir




Wieso ich das schreibe?

Weil ich es Jede wirklich empfehlen kann. Löst man sich von den Anforderungen für ein paar Stunden oder wie ich in dem Fall einige Tage geplant habe, so schafft man sich den bewussten Zeitraum für sich. Und damit ist nicht gemeint diese Zeit mit den schönsten Sachen auszufüllen, damit man sich produktiv fühlt. Nein, das süße Nichtstun ist genau das, was nicht schreit: Mach das. Und mach Das. Und mach Jenes. Nein das süße Nichtstun heißt bei mir. Liegen, sich genießen, vom Liefer Service etwas sich zukommen lassen. Noch nicht mal gesund muss es sein, Sondern einem einfach guttun. Und wenn es mal ein ungesunder Burger ist. Dann ist es halt so. Was beim süßen Nichts tun auch nicht fehlen darf? Genau der Film, von dem der Spruch nämlich kommt. Das süße Nichts tun. Eat Pray Love. Also werde ich Eat Pray Love in Dauerschleife mir anschauen. Mal mit einem Glas Weißwein in der Hand, mal mit einem Glas Rotwein in der Hand, mal mit einer California Roll und mal mit leckerer Schokolade. Und das Beste? Niemand der sich neben mir breit macht wie meine bessere Hälfte und anfängt noch zu schnarchen. Im Wechsel wird dann immer wieder Musik laufen. Mal von Tina Turner mal von der Girl  Band All Saints. Mal werde ich aufwachen, wenn die Sonne schon scheint, dann werde ich mal wieder aufwachen, wenn es stockdunkel ist. Mal wache ich wiederum von dem Geräusch in der Küche auf, wenn Geschirr mal sich verabschiedet, welches von der Ablage unglücklich runter fallen wird.


Und mal werde ich aufwachen, von dem vielen Liegen, da es auch sehr anstrengend sein wird. Auch werde ich keine Nachrichten schauen, weiß also nicht mitzureden wenn ich auf Instagram oder bei Google durch die Nachrichten gehe und suche, geschweige wie es mit der Corona Lage aktuell aussieht. Aber was ich weiß ist, dass ich mehr als ausgeglichen sein werde. Und zwar einfach, weil ich mich dazu entscheide mich aus dem Spiel zu nehmen. Das Spiel der Ablenkung, das Spiel, dass Alles perfekt und durch getaktet sein muss. Dass wir wissen müssen, wie wir mit dieser Lage umgehen müssen. Das Einzige, was ich gerade weiß ist, dass ich wieder auf die Playtaste von Eat Pray Love drücken muss oder mich vorerst doch für den Song Wonderwall von Oasis entscheide. Oder noch besser, wann ich mich wieder dazu entschließe, das Handy einzuschalten und wieder in dieser schnell lebenden Welt einzutauchen. Was ich aber bis hierhin weiß, ich gebe das Tempo an. Ich löse mich von dem Geist der Vergangenheit, der mich festhältUnd wenn der Körper sich so sehr stark meldet, dann ist es ein Zeichen auf ihn zu hören. Und das tue ich.






Was diese Woche noch anstand?


Dreimal dürft Ihr raten. Nichts. Ich schrieb zudem über ein Wundermittel bei meinem Magenbeschwerden und erzählte ganz ungeniert, wie mein Mann und Ich uns streiten. Die liebe Joanna begeisterte mich mit einem Text mit so viel Liebe, dass mir zeigt, du tusr genau das Richtige! Und wie war eure Woche? 


Tags: Inspiration, Wochenrückblick

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