Eine Woche zieht wieder vorüber, als ob es erst gestern war, dass ich mich am Bahnhof von meiner Tochter verabschiedet habe. Umso schöner waren die darauffolgenden Tage, die mich teils erheiterten,  aber auch total nahe den Tränen kommen ließen....  Meine kleinen Glücklichmacher:



Rummelplatz mit meinem Neffen

Rummelplatz

Da ich Montag nur halbtags arbeiten musste, da ein Kundengespräch ausfiel konnte ich spontan meine Schwester und ihren Sohn besuchen. Es war der letzte Kirmestag und ich konnte sehen, wie alles neu und total aufregend für den Kleinen war. Das erinnerte mich auch an meine kleine Tochter Hannah zurück, wie Sie damals auch total aus dem Häuschen war, wenn Sie ihre Runden auf dem Karussel drehen durfte. Das Besondere an Ihm? Er stellt seine Bedürfnisse nach hinten, für sein Alter. Statt damit einverstanden zu sein, dass die Tante Petra ihn ein paar Runden ausgibt, wollte er nicht. Nicht weil er Angst vor den Karussells hatte, sondern er genau wusste, das es seiner Mutter zur Zeit nicht so gut ging. Meine Schwester war sichtlich überfordert mit privaten, aber insbesondere finanziellen Problemen dass es schlichtweg für Geldausgaben nicht reichte, riss sich zusammen nicht aufzugeben und das laut zu äußern, lehnte auch die finanzielle Unterstützung erstmal ab, woraufhin ich Sie in den Arm nahm, ihr beipflichtete, das jeder sich überschätzen kann, und dass es gar nicht schlimm ist.  Dafür ist man ja da um sich gegenseitig zu unterstützen. Deutliche Helden für mich an einem so stressigen Tag und mich wirklich zusammenreißen musste, nicht mit loszuweinen.



Entspannte Abende mit den Mädels

Tapas Essen mit den Mädels

Wie der Zufall es so wollte, war am Donnerstag Abend eine gute Freundin bei einer gemeinsamen Freundin von uns zu Besuch in Köln, und man hat sich darauf geeinigt einen spanischen Abend zu veranstalten. Taps sollten es werden. Leckere Oliven, Käse und Schinken. Ein wirklich lustiger Abend, wie schon seit langem nicht mehr. Zwischen angeheiterten Gesprächen wurden aber auch Sorgen ausgetauscht in Sachen Zukunft, die ein oder andere Männergeschichte zum Besten gegeben und darauf angestoßen.



Tapezieren und Lust auf was Neues

Umzieh-Aktion

Freitag hatten wir ein tollen Abschluss eines langen und neuen Projektes. Darauf mit den Arbeitskollegen anschließen hätte das perfekt gemacht, schließlich würde niemand nein zu einem leckeren Abendessen auf Kosten des Kunden sagen, stimmt's? Ich entschied mich wiederum gegen das Vorhaben. Sondern beschloss einer Freundin bei einer Zimmer-Renovierung mitzuhelfen. Ein Zeichen für einen Neustart, etwas Neuem und Aufregendes. Das Witzige an der Sache. Wir beide kennen uns überhaupt nicht aus mit dem Tapezieren und haben uns das ein paar Tage vor dem Tapezieren jeder für sich selber angeschaut und uns das angeeignet. Das Ergebnis? Wir werden definitiv nicht Tapezierer.  Kleisteranrühren war noch einfach, aber was danach folgte? Schiefe und krumme Tapeten. Es musste ständig ausgebessert werden. Meine Freundin hatte einen kleinen Nervenzusammenbruch, wir heulten beide vor Erschöpfung, vor Lachen, stundenlang flossen die Tränen, sie wusste nicht woran das lag. Ich jedoch schon. Der Erinnerungen, was vor dem Einzug vor knapp 4 Jahren alles los war. Und wir sprechen lediglich von einem Zimmer. Das Zimmer war aber vielmehr als nur ein Zimmer, sondern ein Symbol für damalige neue Hoffnungen auf ein besseres und glücklicheres Leben, ein Schritt in die richtige Richtung. Ich sah, wie schlecht es ihr damals ging, und als sie die Wohnung bekam, ein Zeichen in die richtige Richtung, und mit dem besagten Zimmer haben wir damals auch angefangen. Mit jedem Pinselstrich wich einer Träne, der Hoffnung. Nach jeder Träne folgte eine Umarmung, und das Versprechen, dass es jetzt besser wird, auch wenn alles eher nach dem Gegenteiligem schrie. Aber ich wusste es.  Ich verstand sehr gut wie viel Kraft es ihr gekostet hat, nochmals alles umzugestalten. Sie wollte mich selbst noch nicht mal um Hilfe bitten, da sie sich niemanden aufdrängen möchte. Wir rappelten uns auf und ich musste an Joanna denken, die locker ein ganzes Loft ausgeräumt hat. Und da müssten wir doch so eine kleine Zimmer Umrenovierung wohl doch wuppen, oder?  Aber das Schönste? Uns war es egal, es tat gut, etwas anzupacken, auch wenn das Ergebnis nicht perfekt wird, aber die Einstellung dahinter, etwas Neues und sicherlich hatte auch das ein oder andere Sektglas im Nachhinein auch dazu beigetragen, warum wir jede schiefe Tapete feierten! Einer meiner schönsten Glücklichmacher dieser Wochen. ... Und wenn Sie sich freuen konnte, dann freute ich mich umso mehr!



Mcdonalds war noch nie so lecker wie nach dem Tapezieren

Mcdonalds nach dem Tapezieren

Als das Ergebnis fertig war, waren wir nicht nur mächtig stolz auf uns, was wir vollbracht haben, sondern auch richtig und verdammt hungrig. Mit knurrendem Magen und etwas leicht angetüdert, machten wir uns auf dem Weg zu Mcdonalds. Ich will gar nicht wissen, wie die anderen uns erlebt hätten. Denn mit zugekleisterten Sachen, übermüdet standen wir vor der Bestelltheke. Theoretisch bin ich noch total im Abnehm-Modus, aber so viele Ereignisse müssen ja auch entsprechend gefeiert werden mit einer saftigen Portion Fast Food.  Wann wart ihr das letzte Mal bei Mcdonalds?

Trotz einer sehr tränenreiche Woche, manchmal ließen sich Tränen zurückhalten, manchmal flossen vor geschlossenen Türen bin ich für jedes Ereignis was passiert ist dankbar. Und eure Woche?


tags:  inspiration,  Wochenrückblick

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