Was war das bitteschön für ein Jahr?!  Kann mir bitte eine das erklären? Was haben wir in den letzten Monaten doch Alles erlebt?! Oder haben wir überhaupt was erlebt/ gelebt? Das Jahr 2020 war mehr das Jahr, wo Social Distancing eine ganz neue Bedeutung bekam. Jemanden die Hand nicht zu reichen, mindestens auf zwei Meter Abstand immer zu gehen und Umarmungen zu unterlassen erzeugen beim Gegenüber ja für gewöhnlich die kalte Schulter zeigen. Das was jedoch als kalte Schulter nun überall praktiziert wird, wird bejubelt und angepriesen. Ja wie konnte das dazu kommen?



Natur


Ausnahmezustand.

Das Wort 2020 für mich. Eine absolute Ausnahmesituation, die uns intensiv am Leben teilzuhaben( Kinobesuche, Konzerte, Museen, Restaurantbesuche, Urlaub) hinderten verlangten große Anstrengung. Oder sagen wir mal mentale Anstrengung. Während die Einen es mit einer Tagesroutine wie Yoga, vielen Spaziergängen versuchten, das Leben aktiv mitzugestalten, war es für Andere wiederum die Möglichkeit, Sachen zu überdenken, neue Lebenswege zu beschreiten. Egal ob in Sachen neue beruflichen Herausforderungen sich weiter zu entwickeln. Sich von alten Partnerschaften zu lösen, vergesse Kontakte wieder aufleben zu lassen, genoss ich die Zeit, die Home Office mir geschenkt hat. Viele Tee Einheiten, Yoga am Morgen und eine guten Morgen Playliste sollten mir den Start in den Tag erleichtern.  Netlifx, genauso wie Apps wie Instagram sind in Zeiten von Corona die perfekte Ablenkungsalternative. Wirklich für Jede. Für Jede ist etwas dabei. Lieber Mode? Oder doch Sport? Ein Drama? Oder einfach eine Trash Reality Serie. Da ist wirklich für Jede etwas dabei. Doch bevor ich weiter über nur das Corona Thema herumschwätze, so will ich doch 2020 mich erkenntlich zeigen.


Spazieren


Das Jahr,

dass glaube ich Jede etwas daraus mitnehmen kann. Und wenn nicht, dann sicherlich unbewusst. Denn verglichen zu anderen ging es mir nicht schlecht. Ich hatte keine Existenzangst, ich bin keine Selbstständige, die von Aufträgen lebt( ich will wirklich nicht in der Situation sein), kann nicht mitreden wie es ist, staatliche Hilfe zu beantragen, aufgrund den Konsequenzen die eine Pandemie mit sich bringt. Ich bin nicht verantwortlich für meine Mitarbeiter, die für mich arbeiten, sondern darf mich in meinen Aufgaben nach wie vor selbst verwirklichen und muss nicht Entscheidungen treffen, um Unternehmen zu retten. Das führt mich direkt zum anderen Gedanken. Ich bin keine Politikerin, die tag täglichen mit den verschiedensten Emotionen von der Bevölkerung sich auseinandersetzen muss. Sich treu zu bleiben, und die ganzen Kommentaren, Kritiken über mich ergehen lassen muss.


Was Ich aber darf?

Menschlich sein! Wo ich mich noch zu Anfang des Jahres riesig gefreut habe nach Palma zu fliegen und für einige Tage es mir gut gehen zu lassen, und es für mich der absolute Inbegriff von Luxus ist, änderte sich dies nur Monate schlagartig. Ab da hieß Luxus nicht für mich, sich in fremde Länder zu begeben, sondern zu wissen: Dass es meinen Liebsten & Freunden gut geht. Es ist nämlich die eine Sache von Corona zu wissen, und jeden Tag die Fallzahlen zu sehen, eine andere Geschichte aber, wenn es selber einen betrifft. Dann wird nicht mehr die Gesamtzahl sich angeschaut, sondern das Leben jeder Einzelnen. Ich bin dankbar für die Reise die ich machen durfte.



Palma


Palma


Reisen

Was mich dieses Jahr gelehrt hat. Reisen bedeutet nicht einfach sich in ein Flugzeug zu setzen, und eine Woche es sich gut gehen zu lassen. Nein von Reisen lebt eine ganze Branche. Die Flugzeugbesatzung die uns dahinbringen, die Unterkünfte, die Einheimischen mit ihren leckeren Essenssachen und handgefertigtes Souvenir. Mit Reisen tuen wir unserer Seele etwas Gutes, helfen aber auch denen, die auf unsere Reisen angewiesen sind. Wo lässt sich da ein Kompromiss schließen? Ich war selbst dieses Jahr in Europa unterwegs.

Denn neben Palma, hat es mir Athen sehr schwer angetan. Und zu einer Zeit, wo es schon etwas merkwürdig war zu verreisen, aber dass sich diese Angst sehr schnell gelegt hat, und es total normal war Mit Maske und Sicherheitsabstand die Örtlichkeiten zu entdecken.


Athen


Athen


Reisen bedeutet Neues wiederzuentdecken.

Und das vergesse ich immer wieder. Denn auch im Laufe 2020 habe ich immer wieder mit Freunden gesprochen die Reisen mit etwas Neuem gleichsetzen. Das heißt aber nicht, dass Alt gleich alt bleiben muss. Dieses Jahr habe ich Deutschland nochmal von einer anderen Perspektive kennengelernt. Ich war in Städten wie Heidelberg, Leipzig, Nürnberg & Berlin. Hab mich in leckere Pasta & Sushi verliebt und habe Gefallen daran gefunden, mir Gemälde, Kunstwerke anzuschauen, für die ich nie ein Interesse gehegt hätte. Das beweist Mir mal wieder. Egal wie schlimm oder auch verrückt das Jahr auch wahr, wir sind am Ende noch immer selbst dafür verantwortlich, dass es uns gut geht. Und dafür sind nun mal nur wir alleine zuständig.



Heidelberg Schloss


Leipzig


Leipzig


Unterstützung kann man immer gebrauchen.

Und das in Form von Familie und Freunden. Was 2020 mir vor allem gezeigt hat: Gespräche auch zwischen den Zeilen. In einer Zeit wo es immer schneller gehen muss, wir von einem Termin zum nächsten hetzen, mit lauter ToDos arbeiten, Schritte wegreduzieren, Schritte zusammenpacken vergessen wir manchmal das Menschliche untereinander. Die Empathie. Ich glaube dieses Jahr habe ich wie kein anderes Jahr mehrmals nach dem: Wie meinst Du das jetzt gefragt? Oder geht es Dir wirklich gut, und nicht bei einem Stutzen es einfach abgehakt, und sein gelassen. Nein. Mir ging es um viel mehr. Das Verstehen und sich die Zeit nehmen. Denn durch die Entschelunigung heißt es nicht nur, seinen Körper Gutes zu tun, sondern auch sein Geist anzuregen. Und das schafft man nur durch das Hören auf das Bauchgefühl. Das Jahr hatte ich noch nie so intensive Gespräche mit meiner Tochter und meiner jüngeren Schwester gehabt. Die mir zeigten, dass was auch passieren mag, wir immer noch uns haben, uns gegenseitig aufbauen, helfen und uns unterstützen. Zur Hilfe eilen, und zwar nicht erst, wenn um Hilfe gefragt wird, sondern einfach die Initiative ergreifen. Das lehrte mich 2020. Das Problem proaktiv anzugehen und nicht zu warten bis es sich mal meldet.


Berlin


Berlin


Stichwort Trennung

Als Mutter möchte man einfach nur das Beste für seine Kinder. Und wenn deine einzige Tochter mit Liebeskummer zuhause alleine ist, dann ist das Erste was ich tue, sie sofort zu mir zu holen. Ihr Stütze zu geben, wir müssen dabei noch nicht mal reden. Aber zu wissen man ist für einander da, hilft. Ich will gar nicht wissen, wie viele Paare sich von der aktuellen Lage herunterziehen, es zum Streit kommt bis hin zum Realisieren, dass es nicht klappt.  Umso dankbarer bin ich für die Zeit mit meinem Liebsten!


Trennung


Segen oder? Der Paradox!

Wie ich es so runterschreibe, so könnte man denken, 2020 war also eigentlich doch gar nicht so schlimm. Ein Segen statt Fluch also? Man muss sich also nur zusammenreißen. Das ist leider falsch. Von sich zusammenreißen ist es nicht getan. Insbesondere dann, wenn tagtäglich, die Nachrichten auf einen einschlagen. Angefangen von den Fallzahlen, Todesopfer, Videos von vollen Krankenhäusern, Beschließen von weiteren Lockdown Maßnahmen, die am Optimismus wirklich kratzen. Auf der einen Seit geht es einem gut, aber auf der anderen Seite, denen die die Pandemie wie ein Schlag trifft. Ich bin froh, dass ich hier leben darf und nicht irgendwo in einem Entwicklungsland, wo ich überhaupt nicht mir vorstellen mag, wie die Situation da ist. Doch nicht nur Corona hilft einen zu reflektieren. Sondern auch andere Ereignisse, die dieses Jahr nicht vergessen werden dürfen. BLM. Die Bewegung. Erst 2020. Und erst ausgelöst durch den Fall aus den USA. Da fehlen einem wirklich die Worte. Da muss einer erst sterben, um erst auf die Situation von farbigen Menschen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig ein Akt der Gemeinschaft die quer durch Europa zog und die Berichterstattung und Bilder nachhaltig prägen und uns zeigen, dass wir bereit sind für Veränderungen.


Was von 20 daher bleibt?

Den Mut zu hoffen. Ja, wir dürfen hoffen. Ja wir dürfen auch weinen, und gott habe ich 2020 geweint. Aus Freude, aus Glück, aus Trauer, aus dem Gefühl heraus, schwer atmen zu können aufgrund der Ereignisse, die wir alle mit in das neue Jahr nehmen. Aber auch Momente des Aufatmens. Und das fängt wirklich mit ganz kleinen Dingen an. Statt Business Looks, lieber Homewear mit Pflegeprodukten rund um Beauty  und inneres Wohlbefinden . Egal wie klein die Handlung also ist, sobald, sie Euch nur ein kleines Glücksgefühl schenkt. Haltet an sie fest. Denn genau dieser Moment wird es sein, der Dich dann wieder in einem Moment der Verzweiflung hochzieht. Was mir ebenfalls geholfen hat? Andere Kolumnen zu lesen. Lesenswert wenn es um Corona Blues, Corona geht habe ich Energie aus diesem  Text sowie aus diesem Text

Ich wünsche Allen das Beste 2020! Wie habt Ihr 2020 erlebt?


Tags: Inspiration, Wochenrückblick

War der Beitrag hilfreich? Dann empfehle mich gerne weiter!



*Dieser Beitrag erhält unbezahlte Werbung wegen Markenkennung